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Einstiegssignale

KONKRETE REGELN FÜR BESSERE PERFORMANCE

Soll ich die Aktie jetzt kaufen? Diese Frage beschäftigt uns Trader immer wieder aufs Neue. Die Problematik ist, dass es einfach unzählige Möglichkeiten gibt, den Einstieg in eine Position zu finden. Gibt es den perfekten Einstieg, der bei allen Aktien gleich gut funktioniert? Wohl eher nicht. Es gibt aber - das werden Sie anhand der Backtests mehrer Tausend Handelssysteme sehen - gute und schlechte Einstiege. Bitte vergessen Sie nicht bei aller Euphorie zum Thema Einstieg auch den Ausstiegen entsprechend Zeit zu widmen. Die Ausstiege sind das Salz in der Suppe!

Im Kern lassen sich die Einstiegsvarianten in vier Kategorien einteilen, die wir Ihnen im Folgenden näher vorstellen möchten:

Der SMA20 ist ein einfacher gleitender Durchschnitt, der eine Periode von 20 Tagen umfasst. In unserem Chart sieht man, dass in Punkt 2 der Einstieg gut funktioniert hat, während sich beim ersten Signal der Trend gedreht hat. Besonders in trendlosen Phasen werden viele Signale generiert.

Varianten

SMA5, SMA10, SMA20, SMA38, SMA50, SMA100, SMA200 sind gebräuchliche Werte. Aber prinzipiell sind alle Zeitspannen möglich.

Im Folgenden muss der schnellere Gleitende Durchschnitt (kleiner Wert) den trägeren (großer Wert) schneiden. In unserem Beispiel kreuzt der SMA10 von unten den trägeren SMA50 und es erfolgt ein perfekter Einstieg. Nach einer kurzen Erholung setzt sich der positive Trend weiter.  

In der Literatur werden meist nur die perfekten Einstiege vorgestellt. Wie diese Ansätze in der Praxis funktionieren, werden wir in weiteren E-Books ausführlich beschreiben.

Bei unserem nächsten Einstieg nehmen wir die Bollingerbänder zur Hilfe und definieren den Einstieg wie folgt: Kurs kreuzt Oberes Bollingerband.

Bei den Bollingerbändern wird oberhalb und unterhalb eines gleitenden Durchschnitts jeweils eine Linie konstruiert, deren Abstand sich an der Standardabweichung des Wertpapiers orientiert. Es werden daher zwei Parameter benötigt: Die Anzahl Tage für den Gleitenden Durchschnitt und den Abstand zum Gleitenden Durchschnitt als Faktor der Standardabweichung

In unserem Beispiel verwenden wir das obere Bollingerband (20,2), es handelt sich also um den gleitender Durchschnitt 20 Tage zuzüglich 2 * die Standardabweichung. Durchbricht nun der Kurs das obere Band, wird eine Long-Position ausgelöst.

Auch bei den Bollinger Bands spielt die Volatilität eine große Rolle. Bei großen Kursschwankungen entfernen sich die Bänder vom gleitenden Durchschnitt,  während bei einer geringen Volatilität sich die Bänder verengen. Das wird als ein gutes Zeichen vor einem Ausbruch gewertet.


Für unser nächstes Einstiegssignal verwenden wir den Donchian Kanal. Dieser Kanal wird durch die Höchststände und die Tiefststände über eine zurückliegende Periode gebildet. Der Donchian Kanal ist auch ein guter Indikator, um die Volatilität des Marktes zu ermitteln. Dies kann man an der Breite des „Kanals“ erkennen.

Sehen wir uns nun den Chart an, wird der Kanal durch das Monatshoch -hier in grau- und dem roten Monatstief gebildet. Das Monatshoch wird durch den Parameter Höchster Schlusskurs der letzten 20 Tage festgelegt. Wenn nun der Kurs den Kanal nach oben durchbricht und somit einen neuen Höchstkurs bildet, wird der Kauf ausgelöst. Der Verkauf erfolgt erst, wenn sich der Kurs unter die untere Kanalbegrenzung begibt.

Bei dem Donchian Kanal haben Sie die Möglichkeit auch andere Varianten festzulegen. Anstatt wie in unserem Beispiel die letzten 20 Tage, können Sie das Wochenhoch, 2-Monatshoch oder gar das Jahreshoch nehmen.


Unter prozentualem Ausbruch verstehen wir einen starken Kursanstieg zwischen zwei aufeinanderfolgenden Schlusskursen. Für den ersten Einstieg haben wir uns für eine einfache, etwas starre Regel entschieden: Einstieg, wenn der Kursanstieg > 2 % ist. Hier in unserem Chart kann man erkennen, dass diese Regel meist gut funktioniert.  

Varianten

Den prozentualen Ausbruch können Sie variieren, in dem Sie sich für andere Prozentsätze entscheiden. Bei den kleineren Prozenten haben Sie viele Einstiege. Wählen Sie dagegen eine höhere Prozentzahl, so besteht die Gefahr, dass die Einstiege ausbleiben, obwohl der Kurs gemächlich nach oben läuft.

Unter volatilitätsabhängigem Kursausbruch verstehen wir einen starken Kursanstieg von zwei aufeinanderfolgenden Schlusskursen, wobei der notwendige Anstieg mit der 20-tägigen Standardabweichung - kurz STABW20 - vorgegeben wird. Wir erinnern uns im oberen Beispiel „Kurs kreuzt Oberes Bollingerband“ ist der Abstand zwischen beiden Bollingerbändern exakt 4 Mal die 20-tägige Standardabweichung. Im Chart erkennt man sehr schön, wie die Volatilität abnimmt, indem die beiden Bollingerbänder sich zusammenziehen.

In unserer Formel haben wir die 1,25-fache der STABW20 zugrunde gelegt. Kursausbrüche größer als 2*STABW20 kommen relativ selten vor.

Einer der bekanntesten und am häufigsten verwendeter Indikator ist der MACD, den wir für die nächsten beiden Einstiege ausgesucht haben. Der Moving Average Convergence/Divergence-Indikator berechnet sich aus der Differenz zweier Exponentiell Gleitender Durchschnitte kurz EMA.

Unser Einstieg lautet: MACD kreuzt Nulllinie nach oben

Bei den Parametern haben wir uns für 12 und 26 Tage entschieden. Im Chart wird der EMA12 grau und der EMA26 rot dargestellt.  

Ist der MACD nun größer als 0, dann herrscht ein positiver Trend und ein Einstieg erfolgt, wenn der MACD die 0 von unten nach oben kreuzt.  

Varianten

Obwohl für die beiden Parameter des MACD unendlich viele Kombinationen möglich wären, verwendet man in der Praxis fast ausschließlich die beiden Parameter 12 und 26.

Zu dem MACD kommt nun die sogenannte Signallinie dazu. Es ist der exponentiell gleitende Durchschnitt der letzten 9 Tage des MACDs. Kreuzt nun der MACD die Signallinie von unten nach oben, erfolgt ein Kauf. Das ist das erste Anzeichen einer Trendwende.

Der Abstand zwischen dem MACD und der Signallinie wird als Histogramm bezeichnet und ist im unteren Teil des Charts dargestellt. Befindet sich der MACD oberhalb der Signallinie ist das Histogramm positiv, im umgegkehrten Fall negativ. Aus dem Histogramm kann man sehr gut erkennen, wann der Trend sich abschwächt. In diesem Fall ist das Histogramm zwar über der Nullinie, aber rückläufig.

Für den nächsten Einstieg haben wir einen technischen Indikator hinzugezogen, der wie folgt lautet:

RSI14 kreuzt 50er Level nach oben

Der Relative Strength Index ist ein oszillierender Indikator und gehört zu den am häufigsten verwendeten Indikatoren in der technischen Aktienanalyse. Dieser Indikator setzt die Auf- und Abwärtsbewegungen eines Wertpapiers in Relation und pendelt zwischen den Werten 0 und 100. Er kann ebenfalls als Trendindikator eingesetzt werden. Für RSI Werte oberhalb der 50er Marke sind die Kurse im Aufwärtstrend. Bei unserem Einstiegsbeispiel haben wir im Chart den RSI14 dargestellt.

Bei diesem technischen Indikator gibt es drei wichtige Marken: 30, 50, 70. Wird die 30-er Marke erreicht, spricht man von Überverkäufen, während man bei der Marke von 70 von Überkäufen ausgeht.

Varianten

Anstatt die 50er Marke zu kreuzen kann man auch andere Werte vorgeben. Interessant sind wie eben beschreiben die Niveaus 30 und 70.

Als Three White Soldiers bezeichnet man eine Formation, die aus drei weißen Kerzen besteht. Jede Kerze stellt einen Block mit keiner oder minimaler Lunte dar. Ein weiteres Merkmal ist, dass jede der drei Kerzen deutlich über dem Vortageschluss anschliesst.

Nun möchten wir Ihnen das Kursmuster positiver oder Bullisher Harami vorstellen, was das Gegenstück von der Formation des Bullish Engulfing ist: diese Formation startet ebenfalls mit einer schwarzen Kerze, die allerdings die nachfolgende weiße Kerze komplett umschließt. Auch diese Formation kommt am Ende einer Abwärtsbewegung vor.

Offen ist wie die Abwärtsbewegung im Handelssystem detektiert wird. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum beispiel wenn die Steigung des Gleitenden Durchschnitt SMA5 negtiv ist sprich der SMA5 nach unten gerichtet ist oder der Kurs sich unterhalb des SMA10 befindet.

Auch diese Formation besteht nur aus zwei Kerzen. Sie beginnt mit einer schwarzen Kerze, die dann von einem weißen Kerzenkörper komplett umhüllt wird. So wie der Morning Star kommt auch der Bullish Engulfing am Ende einer Abwärtsbewegung vor.

Bitte beachten Sie, dass im Chart mit dem grünen Kreis die zweite Kerze dargestellt ist.

Der Morning Star besteht aus drei Kerzen und kommt am Ende einer Abwärtsbewegung vor. Die Dreier-Formation wird mit einer schwarzen Kerze begonnen, die meist eine kurze Lunte besitzt. Die zweite Kerze liegt unter der ersten. Das bedeutet der Eröffnungskurs oder Schlusskurs der zweiten Kerze muss sich unterhalb des Schlusskurs der ersten Kerze befinden.

Die dritte Kerze muss oberhalb des Höchstkurses der zweiten Kerze schließen und weiß sein.

Im zweiten Signal gab es sogar einen besonderen Morningstar. Hier war die zweite Kerze ein Doji und der Schlusskurs übertraf den Höchstkurs der ersten Kerze der Dreierformation.

Diese Formation besteht aus zwei Kerzen und besitzt eine einfache Formel:

Tagestief > gestriges Tageshoch

Wenn Sie den Chart betrachten, können Sie erkennen, dass es ein ziemlich zuverlässiges Kursmuster ist.

Ausblick E-Book 3

In E-Book 3 kombinieren wir die unterschiedlichen Einstiege des Handelssystem-Baukastens und unterziehen die Handelssetups einem 10-Jahres-Backtest mit 30 Aktien. Dann zeigt sich, welche Regeln sich bewähren und welche nicht!

Einen Ausblick über die geplante E-Book-Reihe zu den Handelssystemen gibt es hier:  

>> Ausblick E-Book-Reihe